1. Geltungsbereich
Diese AGB regeln das Vertragsverhältnis zwischen der Martini & Radl OG (Garnisongasse 4, 1090 Wien, Österreich; UID ATU78306557; im Folgenden “Anbieter”) und dem Kunden (“Nutzer”) hinsichtlich der Nutzung der Software-as-a-Service-Plattform Pablo (im Folgenden “Pablo” oder “Dienst”).
Pablo richtet sich an Unternehmer im Sinne des § 1 KSchG. Eine Nutzung als Verbraucher ist nicht vorgesehen.
2. Vertragsschluss
Mit der Registrierung über /start kommt zwischen dem Nutzer und dem Anbieter ein Nutzungsvertrag über den Dienst zustande. Das kostenlose 14-tägige Testkonto endet automatisch ohne weitere Verpflichtung, sofern der Nutzer nicht aktiv ein kostenpflichtiges Abo abschließt.
3. Leistungsbeschreibung
Pablo stellt Werkzeuge zur AI-gestützten Erzeugung von Werbe- Creatives (Stills, Story-Overlays, Brand-Intel, Asset-Library) bereit. Die Leistung wird in der jeweils gebuchten Tarifstufe (Free / Starter / Growth / Enterprise) erbracht; die genauen Mengenlimits und Features stehen auf der Pricing-Seite.
Der Anbieter behält sich vor, einzelne Features weiterzuentwickeln oder zu ersetzen, solange dies den Wert der gebuchten Tarifstufe nicht wesentlich mindert. Wesentliche Änderungen werden mindestens 30 Tage vorher per E-Mail angekündigt.
4. Vergütung und Zahlung
Die Preise der kostenpflichtigen Tarife sind auf der Pricing-Seite ersichtlich. Alle Preise verstehen sich netto, zuzüglich gesetzlicher Umsatzsteuer. Abrechnung erfolgt monatlich im Voraus über Stripe.
Bei Zahlungsverzug ist der Anbieter berechtigt, den Zugang zu kostenpflichtigen Features nach vorheriger E-Mail-Warnung auszusetzen.
5. Laufzeit und Kündigung
Das Abo läuft monatlich und verlängert sich automatisch um einen weiteren Monat, sofern nicht spätestens am Tag vor dem Verlängerungstermin gekündigt wird. Die Kündigung erfolgt eigenständig im Stripe-Kundenportal (erreichbar via /settings/billing) oder formlos per E-Mail an [email protected].
Beide Parteien können den Vertrag aus wichtigem Grund fristlos kündigen, insbesondere bei schweren Verstößen gegen diese AGB.
6. Pflichten des Nutzers
- Der Nutzer erklärt, an allen hochgeladenen Inhalten (Bilder, URLs, Texte) die erforderlichen Rechte zu besitzen.
- Es ist untersagt, Pablo zur Erzeugung von Inhalten zu nutzen, die gegen geltendes Recht verstoßen (insb. § 86 StGB, Verhetzung, sexualisierte Gewalt gegen Minderjährige, Urheberrechtsverletzungen, irreführende Werbung).
- Der Nutzer ist für die Geheimhaltung seines Passworts und für Aktivitäten unter seinem Account verantwortlich.
- Automatisiertes Scraping, Reverse-Engineering oder das Umgehen von Tarifgrenzen sind untersagt.
7. Rechte an Inhalten
Hochgeladene Materialien (Brand-Assets, Logos, Templates) bleiben im Eigentum des Nutzers. Der Anbieter erhält ein zeitlich auf die Vertragsdauer beschränktes, nicht-ausschließliches Nutzungs- recht ausschließlich zur Erbringung des Dienstes.
An den durch Pablo erzeugten Outputs (generierte Creatives) erhält der Nutzer ein unbeschränktes, kommerzielles Nutzungsrecht. Der Anbieter erhebt keinerlei Urheberrechtsanspruch an den generierten Werken. Beachte: AI-generierte Inhalte sind nach österreichischer Rechtslage in der Regel nicht urheberrechtlich geschützt; eigene gestalterische Bearbeitungen vor Veröffentlichung können den Schutz wiederherstellen.
8. Verfügbarkeit
Der Anbieter strebt eine Verfügbarkeit von 99% im Jahresmittel an. Ausgenommen sind Wartungsfenster (max. 4 Stunden pro Monat, vorzugsweise nachts MEZ) sowie Ausfälle bei den verwendeten Subprozessoren (Anthropic, Google, fal.ai, Railway, Stripe).
9. Haftung
Der Anbieter haftet für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit unbeschränkt. Für leichte Fahrlässigkeit ist die Haftung ausgeschlossen, soweit nicht zwingende gesetzliche Bestimmungen entgegenstehen. Die Gesamthaftung pro Vertragsjahr ist auf die im jeweiligen Vorjahr gezahlten Nettoentgelte beschränkt.
Der Anbieter haftet nicht für Schäden aus der Nutzung AI-generierter Inhalte durch den Nutzer (z.B. wettbewerbsrechtliche Beanstandungen, Markenrechtsverletzungen durch ähnliche Generierungen). Die rechtliche Prüfung der Outputs vor Veröffentlichung obliegt dem Nutzer.
10. Schlussbestimmungen
Es gilt österreichisches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts und der Verweisungsnormen des IPR. Gerichtsstand für alle Streitigkeiten ist das sachlich zuständige Gericht in Wien.
Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.
Mündliche Nebenabreden bestehen nicht. Änderungen und Ergänzungen bedürfen der Schriftform; dies gilt auch für die Aufhebung des Schriftformerfordernisses.